Zum Hauptinhalt springen

Veröffentlicht am 6. August 2024

Die Schweizerische Tollwutzentrale

Als Nationales Referenzlabor für Tollwut ist die Schweizerische Tollwutzentrale am IVI für die Labordiagnostik der Tollwut bei Menschen und beim Tier zuständig. Unser diagnostisches Angebot umfasst sowohl die Überprüfung der Antikörper nach der Tollwutimpfung als auch den Virusnachweis.

Die Tollwutzentrale:

  • Überprüft den Impferfolg bei Menschen (nach prä- und post-expositioneller Impfung)
  • Führt Antikörpertests durch für Tiere, um die Titerhöhe nach der Impfung zu bestimmen, z. B. für Auslandreisen
  • Unterstützt die Gesundheits- und Veterinärbehörden (Bund und Kantone) bei der Erkennung und Überwachung der Tollwut und
  • Bietet Beratung an für ärztliche und tierärztliche Fachpersonen sowie Behörden

Reisen

Für Fragen in Zusammenhang mit Reisen ins Ausland verweisen wir auf folgende Stellen:

Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Wir sind bestrebt, die Untersuchungszeiten soweit möglich einzuhalten. Da momentan das Probenaufkommen die verfügbaren Testkapazitäten übertrifft, können nicht immer alle Proben sofort bearbeitet werden.
Besten Dank für Ihr Verständnis!

Die Tollwutzentrale ist von Montag bis Freitag (Werktage) geöffnet. Bedingt durch die Arbeit im Labor sind wir nur sporadisch per Telefon erreichbar, daher kontaktieren Sie uns vorzugsweise per E-Mail.

Spezifische Informationen für Tierhaltende sowie für tierärztliche und ärztliche Fachpersonen:

12. August 2024

Tollwut-Untersuchungen beim Tier

Die Schweiz ist frei von terrestricher Tollwut. Die versehentliche Einschleppung des Virus bei der Einreise von Hund, Katze und anderen Heimtieren in die Schweiz muss darum unbedingt verhindert werden. Neben dem offiziellen Heimtierpass, Mikrochip und gültigem Tollwut-Impfnachweis ist je nach Ursprungs- und Ankunftsland auch der Nachweis eines ausreichend hohen Impf-Antikörpertiters nötig. Bitte beachten Sie frühzeitig die länderspezifischen Vorschriften!

12. August 2024

Tollwut-Untersuchungen beim Menschen

Bei der Tollwut-Impfung wird unterschieden zwischen der präventiven Impfung vor einem möglichen Kontakt mit dem Virus (präexpositionelle Prophylaxe) und der aufwändigeren Impfung nach einem möglichen Kontakt (postexpositionelle Prophylaxe). (Richtlinien und Empfehlungen: Prä- und postexpositonelle Tollwutprophylaxe beim Menschen, BAG).

13. August 2024

Die Epidemiologie der Tollwut

Weltweit gibt es jedes Jahr schätzungsweise 59 000 Todesopfer bei Menschen. Rund 99 Prozent dieser Fälle gehen auf Bisse von tollwütigen Hunden zurück (= urbane Tollwut). Vor der Reise in Risikoländer ist darum die prophlyaktische Impfung empfohlen. Vor ihrer Ausrottung gab es in der Schweiz vor allem die silvatische Tollwut, deren Reservoir der Rotfuchs war.

Die Schweizerische Tollwutzentrale

Institut für Virologie und Immunologie (IVI)
Die Tollwutzentrale (Montag bis Freitag)
Länggassstrasse 122
3001 Bern