Öladjuvantien

Vorsicht beim Gebrauch von Impfstoffen, die ein Öladjuvans enthalten!

Impfstoffe, die ein öliges Adjuvans enthalten, sind in der Tiermedizin weit verbreitet. Durch Adjuvantien kann die Immunantwort bei gleichbleibender Antigenmenge verstärkt werden.

Hauptsächliches Anwendungsgebiet für Öladjuvantien sind Impfstoffe für Schweine und Geflügel, vereinzelt werden sie auch bei Pferden und Kleintieren verwendet. Tiere zeigen nach korrekter Applikation von öladjuvanshaltigen Impfstoffen nur selten massive Unverträglichkeitsreaktionen.

Beim Menschen kann es hingegen zu schweren Komplikationen kommen. Insbesondere im Falle von ungewollten Injektionen in die Finger kann es, wenn nicht sofort eine sachgerechte medizinische Behandlung erfolgt, zu nekrotisierenden gangränösen Entzündungen kommen. Die Gangräne können soweit führen, dass Gliedmassen oder Teile davon amputiert werden müssen.

Durch eine sofortige chirurgische Entfernung des injizierten Impfstoffs gelingt es, schwere Komplikationen zu vermeiden. Im Falle von Selbstinjektionen von öladjuvanshaltigen Impfstoffen ist unverzüglich ein Arzt oder ein Spital aufzusuchen. Das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum in Zürich verfügt über weitere Informationen für Aerzte.

Weiterführende Informationen

https://www.ivi.admin.ch/content/ivi/de/home/impfungen/impfstoffe/weiterfuehrende-informationen/oeladjuvantien.html