Immunologie

Die Abteilung Immunologie ist verantwortlich für die Lehre in Immmunologie an der Vetsuisse Fakultät Bern und besteht aus vier Forschungsgruppen, die sich mit der Interaktion des Immunsystems mit infektiösen Erregern, insbesondere Viren beschäftigen. Wir untersuchen wie das Immunsystem auf Infektionen reagiert und warum bestimmte Viren krank machen. Zu diesem Zweck verwenden wir komplexe Zellkultursysteme, die aus Phagozyten („Fresszellen“), Antigen-präsentierenden Zellen (dendritische Zellen), Epithelzellen sowie Stammzellen bestehen. Das erworbene Wissen verwenden wir wenn möglich zur Entwicklung neuartiger Impfstoffe.

Die untersuchten Krankheiten sind momentan die Maul- und Klauenseuche, die klassische Schweinepest, das porzine reproduktive und respiratorisches Syndrom, Influenza, durch Lentiviren verursachte Krankheiten der kleinen Wiederkäuer, sowie die enzootische Pneumonie beim Schwein. Zudem haben wir in der Immunologie ein Fokus auf Zoonosen, die durch Flaviviren wie das Virus der japanischen Enzephalitis und das Zika Virus verursacht werden.

Aktuell

infographie web

Neues In-vitro-Modell: eine Alternative zu Tierversuchen

Im Rahmen seiner Forschung über SARS-CoV-2 in der menschlichen Plazenta (Fahmi et al, 2021) hat das Forscherteam von PD Dr. Marco Alves (Institut für Virologie und Immunologie IVI und Universität Bern) ein In-vitro-Modell der menschlichen Plazenta entwickelt. Dieses physiologische Modell bietet die nötige Grundlage für eine signifikante Reduktion von In-vivo-Ansätzen bei der Bewertung pathophysiologischer Mechanismen von Viren, die Infektionen während der Schwangerschaft verursachen. Dieses neue Modell stärkt das 3R-Prinzip (replace, reduce, refine) – das Tierversuche ersetzen, reduzieren und verbessern möchte –, insbesondere das Prinzip des Ersetzens.

Dank der Veröffentlichung der exakten Methode im Wissenschaftsmagazin STAR Protocols (Fahmi et al., 2022) können andere Forscherteams diese Technik übernehmen, wodurch letztlich die Anzahl der verwendeten Tiere reduziert werden kann.

Tierversuche dürfen nur bewilligt werden, wenn keine alternativen Methoden vorhanden sind, mit denen eine Fragestellung beantwortet werden kann. Das Institut für Virologie und Immunologie (IVI) setzt sich für die Entwicklung alternativer Methoden ein.

Legende 

Methode des neuen In-vitro-Modells: Von der Plazentaentnahme bis zur Gewebekultur, was anschliessend die Untersuchung der menschlichen Plazenta, z. B. nach einer SARS-CoV-2-Infektion, ermöglicht.


corona et palcenta

SARS-CoV-2 in der Plazenta beim Menschen

Was passiert, wenn die menschliche Plazenta mit SARS-CoV-2 infiziert wird? Die Forschungsteams des IVI und des CHUV konnten nachweisen, dass sich die Zellen der menschlichen Plazenta mit SARS-CoV-2 infizieren können. Das Virus kann sich dort rasch vermehren und die angrenzenden Plazentazellen infizieren.

Letzte Änderung 14.04.2022

Zum Seitenanfang

Kontakt

Universität Bern
Institut für Virologie und Immunologie (IVI)
Länggassstrasse 122
3001 Bern

Leitung Immunologie
Prof. Dr. A. Summerfield
Telefon +41 (0)31 684 24 73 / (0)58 469 93 77

 

Kontaktinformationen drucken

https://www.ivi.admin.ch/content/ivi/de/home/forschung/immunologie.html