Diagnostik Standort Mittelhäusern

Der Standort Mittelhäusern ist das Schweizer Referenzlabor für hochansteckende Tierseuchen wie die Maul- und Klauenseuche oder die Klassische Schweinepest sowie für weitere in der Tierseuchenverordnung aufgelistete Krankheiten. Die Referenzlaborfunktionen beinhalten unter anderem die Diagnostik der hochansteckenden Tierseuchen sowie Bestätigungsuntersuchungen von nicht hochansteckenden Tierseuchen für externe Labors.

 

Aktuell

Hochpathogenes aviäres Influenzavirus H5N1 in der Schweiz bestätigt

Von einer Hobby Geflügelhaltung im Kanton Zürich wurden Proben von Tieren mit Verdacht auf eine Infektion mit dem Aviären Influenzavirus (AIV) ans Nationale Referenzlabor für Geflügel- und Kaninchenkrankheiten (NRGK) geschickt. Untersuchungen am NRGK ergaben eine Infektion mit dem aviären Influenzavirus des Subtyps H5N1. Anschliessend wurden Proben ans Institut für Virologie und Immunologie (IVI) dem nationalen Referenzzentrum für hochansteckende Tierseuchen geschickt. Mittels Sequenzierung konnte am IVI festgestellt werden, dass es sich um ein hochpathogenes H5N1 AIV handelt.

Aviäre Influenzaviren haben ihr natürliches Reservoir in Wildvögeln. Insbesondere Wasservögel beherbergen eine Vielzahl von verschiedenen Influenzavirus-Subtypen, die sich in ihren Oberflächenstrukturen HA (Hämagglutinin) und NA (Neuraminidase) unterscheiden. Aviäre Influenzaviren sind perfekt an ihre natürlichen Wirte angepasst und lösen in diesen Wirten keine schweren Erkrankungen aus. Sie vermehren sich vor allem im Darmepithel ihrer Wirte und werden mit dem Kot in die Umwelt ausgeschieden. Daher kommt es immer wieder Mal zur Übertragung von aviären Influenzaviren auf Hühner oder Puten, die in der Nähe von Rastplätzen von Zugvögeln gehalten werden.

Bei der Feststellung eines H5 oder H7 Subtyps des Virus wird eine Pathotypisierung mittels Sequenzierung am IVI vorgenommen. Somit kann zwischen niedrig pathogenen und hochpathogenen Viren unterschieden werden. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt aviären Influenzaviren der Subtypen H5 und H7, da sie durch Veränderungen im HA-Protein zu hochpathogenen Influenzaviren mutieren können, die bei Hühnern und Puten zu einer Sterblichkeit bis zu 100% führen können ein hergehen und deshalb auch als Geflügelpest bezeichnet werden. Die Bezeichnung «hochpathogen» bezieht sich aber nur auf die Infektion von Geflügel! Aviäre Influenzaviren haben zwar auch ein zoonotisches Potential. d.h. sie können auch auf den Menschen übertragen werden, doch ist die Barriere für solche Infektionen relativ hoch.

Aktuelles zum Ausbruch - BLV

Weiterführende Informationen

Kontakt

Standort Mittelhäusern

Institut für Virologie und Immunologie IVI
Sensemattstrasse 293
3147 Mittelhäusern

Leitung
Dr.med.vet. PhD
A. Vögtlin
Telefon +41 (0)58 469 92 68
Diagnostik Mittelhäusern

Stellvertretung
Dr.med.vet. FVH-FVH
D. Hüssy
Telefon +41 (0)58 469 93 86

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